Die Passion des Pier Paolo Pasolini
Il fiore delle mille e una notte
Pier Paolo Pasolini, Italien 1974; 129' I/df
Mit Ninetto Davoli, Franco Citti, Tessa Bouché, Margaret Clementi, Ines Pellegrini
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Märchen aus 1001 Nacht: Aziza wird auf einem Markt verkauft – nicht an den meistbietenden, sondern an den Mann, der ihr am besten gefällt. Sie wählt Aziz, einen jungen Mann mit Zahnlücke. Die beiden verlieben sich. Doch im Moment, in dem sich Aziz über einen Wunsch von Aziza hinwegsetzt, beginnt sein Unglück. Derweil begegnen sich in Beduinenzelten junge Männer und Frauen zur Liebe, aus deren körperlichen Annäherungen durchaus auch romantische Liebe entstehen kann. Ebenfalls in kindlicher Naivität und glückselig erlebter Erotik treffen sich Prinz Nur Er Din und Zumurrud. Der Film beschwört eine ferne Zeit und eine exotische Kultur, in der die Sexualität befreit ist von «Scheinbefriedigungen des neuzeitlichen ‹Konsumismus›» (Lexikon des Internationalen Films). Geschickt verschachtelt Pasolini fünfzehn Geschichten aus Tausendundeiner Nacht und präsentiert den dritten Teil seiner Trilogie des Lebens in wunderbaren Technicolor-Farben und im Licht des alten Orients inmitten archaischer Landschaften. 1974 in Cannes mit dem Grossen Spezialpreis ausgezeichnet.

Vorfilm von agent-provocateur.ch:
/ap 162: Mots, Andrea Staka
Archiv Dezember 2006 – Februar 2007