Othello, the Moor of Venice
Orson Welles, USA/Italien/Frankreich/Marokko 1952; 90' E/df
Mit Orson Welles, Micheál MacLiammóir, Robert Coote, Suzanne Cloutier
--------------------------------------------------------------------------------------------
Venedig, Zypern (gefilmt in Venedig und auf Schloss Mogador vor der atlantischen Küste Marokkos): Nach Siegen über die Türken wird Othello, der stolze schwarze Heerführer der Republik Venedig, zum General befördert. Trotz seiner Meriten muss der Mohr seine abgöttisch geliebte Desdemona wegen seiner Hautfarbe heimlich ehelichen. Im fortgesetzten Krieg gegen die Türken wird Othello nach Zypern abkommandiert. Desdemona und Jago, sein Fähndrich, der vergeblich gehofft hatte, dank Othello zum Leutnant aufzusteigen, folgen ihm. Auf der zypriotischen Festung plant Jago eine böse Intrige, die Othello in einen derartigen Liebeswahn treibt, dass er eine fürchterliche Tat begeht …
Drei Jahre lang arbeitete Orson Welles (in Hollywood berühmt geworden durch «Citizen Kane») an seinem ersten europäischen Werk, in dem er die Rolle des Othello gleich selber spielt. Die misslichen Umstände – die finanziellen Mittel gingen ihm immer wieder aus, extra gefertigte Kostüme kamen nicht rechtzeitig am Drehort an – zwangen das amerikanische Wunderkind immer wieder zu kreativen Höhenflügen. In durchdachten Choreografien auf der marokkanischen Festung inmitten der Meeresbrandung und mit dem expressionistischen Einsatz von Licht und Schatten verwandelt Welles das klassische Eifersuchtsdrama von Shakespeare in einen dramatischen Film über die Macht von Leidenschaft und den archaischen Kampf zwischen Gut und Böse.
• Bei schlechter Witterung: 19.30 + 21.30 Uhr im Kinosaal