KINO XENIX

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Hausmütterchen trifft Superman

Versch. Regisseure, Schweiz 1941-2012; 105' Dialekt•D

Ein Film- und Diskussionsabend über die Veränderung von Berufs-, Familien- und Rollenbildern

Hausmütterchen und/oder Superman? Die Gleichstellung von Frau und Mann scheint erreicht. Das Thema ist jedoch in der heutigen Zeit keineswegs passé. Nach wie vor verdienen Frauen in vielen Berufen weniger und arbeiten mehr Teilzeit als Männer, denen so unverändert die Rolle des Ernährers der Familie zukommt. Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Männer und Frauen zu verbessern, ist es notwendig, die klassischen und neueren Rollenmodelle zu hinterfragen. Die historischen Berufs-, Familien- und Rollenbilder, welche in den Filmdokumenten gezeigt werden, bieten einen niederschwelligen Zugang zum Thema Gleichstellung. Sie schaffen einen idealen Rahmen, um über die eigenen Vorstellungen und Wünsche nachzudenken – und damit über die persönliche Zukunft zwischen Selbstverwirklichung, Beruf und Familie.
Der Wandel und das Fortbestehen von Geschlechterrollenbildern seit 1940 ist das Thema von HAUSMÜTTERCHEN TRIFFT SUPERMAN. Der spannende Kinoabend zeigt historische Filmbeiträge, ergründet klassische Männer- und Frauenberufe wie Pilot oder Stewardess, Familienideale und -idyllen und zeigt geschlechtsspezifische Freizeitbilder im Laufe der Zeit in einer Live-Diskussion. «Die BesucherInnen der Veranstaltung werden einige filmische Leckerbissen zu sehen bekommen, die sie nicht so schnell vergessen werden», verspricht Claudio Miozzari, Moderator und Projektleiter von ERLEBTE SCHWEIZ. Er verweist beispielsweise auf den Filmwochenschaubeitrag von 1967, welcher die durch die Beat-Bewegung entstandenen neuen Rollenbilder thematisiert. Für das Jahr 1972 noch ungewohnte Frauenberufe wie Stationsvorsteherin, Polizistin oder Matrosin, Miss- und Mister-Schweiz-Wahlen, die heutige Inszenierung von Jugend und Sex im Fernsehen, die erste männliche Hebamme oder der Rücktritt der SVP-Politikerin Jasmin Hutter aufgrund ihrer Mutterschaft im Jahr 2009 sind weitere spannende Themen.

Als ExpertInnen kommentieren und diskutieren Elisabeth Joris (Historikerin)
und Lu Decurtins (Sozialpädagoge) die gezeigten historischen Filmaufnahmen.

 

 


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