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Get Carter

Mike Hodges, Grossbritannien 1970/71; 112' E/d
Mit Michael Caine, Ian Hendry, John Osborne, Britt Ekland, George Sewell, Geraldine Moffat, Tony Beckley, Rosemarie Dunham, Dorothy White, Petra Markham

Über Jack Carter (Michael Caine) ist so gut wie nichts bekannt. Vielleicht nur, dass er für einen gewissen Fletcher gearbeitet hat und mit dessen Frau Anna (Britt Ekland) ins Bett geht. Carter ist Profikiller, raucht Gitanes, trinkt bitteres Bier nur aus einem dünnwandigen Glas und hat Telefonsex mit Anna, während die Inhaberin der Pension, in der er telefoniert, keine zwei Meter von ihm entfernt im Schaukelstuhl hin- und herwippt. Später wird Carter auch mit Edna schlafen, mit Glenda – nur nicht mit Margaret, der Lebensgefährtin seines Bruders Frank. Dieser ist tot, angeblich betrunken mit dem Auto verunglückt. Doch Carter ist davon überzeugt, dass Frank umgebracht wurde. Deshalb ist er gegen den Willen des Syndikats aus London nach Newcastle gekommen. Carter kennt die lokale Szene, die schäbigen Arbeiterviertel, all die etablierten Gauner und Gangster, für die er wegen seiner Schnüffeleien zur ernsthaften Bedrohung wird und die deshalb alles unternehmen, damit er wieder aus der Stadt verschwindet. Und Carter hat ein untrügliches Gespür dafür, wo er die Mörder seines Bruders finden wird …
Mit GET CARTER inszenierte Mike Hodges einen der besten und einflussreichsten britischen Gangsterfilme. Jack Carters gnadenloser Rachefeldzug in der feucht-grauen Trostlosigkeit von Newcastle, die Entschlossenheit dieses Mannes, der zwischen Emotionslosigkeit und eruptiven Gewaltausbrüchen schwankt, haben Massstäbe gesetzt und Filmgeschichte geschrieben. Mit einem physisch unglaublich präsenten, erschreckend faszinierenden Michael Caine in der vielleicht stärksten Rolle seiner Karriere, einem stilbildenden Sounddesign und einem ebenso eigenwilligen wie einprägsamen Score von Roy Budd. Das ist Siebzigerjahre-Kino vom Feinsten.

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