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Der Duft des Geldes

Dieter Gränicher, Schweiz/Deutschland 1998; 79' Dialekt

Das protestantische Zürich und das Geld – ein viel besprochenes und noch mehr beschwiegenes Thema. Dieter Gränicher porträtiert drei Männer und eine Frau mit einem ganz unterschiedlichen Verhältnis zu ihrem Vermögen: Ein Privatier, der sein unerwartetes Erbe verwaltet, ein neureicher Verleger, eine reiche Erbin, die nun in einer religiösen Gemeinschaft ohne Privatbesitz lebt, und ein Sozialhilfeempfänger, der gegen eine Bank prozessiert und seinen Besitz vorsorglich seiner Schwester überschrieben hat.

DER DUFT DES GELDES überzeugt durch den Verzicht auf jeglichen moralisierenden Zeigefinger und seine stilistische Durchkomponiertheit. Den vier Personen wird verblüffend treffend je ein Satz einer Tchaikovsky-Symphonie zugeordnet, an deren Aufführung in der Zürcher Tonhalle sich diejenigen versammeln, die ihr Geld gerne diskret zur Schau stellen. Peter Indergand und Edwin Horak, die für die Kamera verantwortlich zeichnen, finden treffende Bilder; selbst den Wunsch eines Protagonisten nach Anonymität erfüllen sie auf ästhetisch überzeugende Weise.

• Im Anschluss an die Vorstellung vom Mittwoch, 22. 8., Gespräch mit dem Regisseur Dieter Gränicher


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