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Day Is Done

Thomas Imbach, Schweiz 2011; 111' Dialekt•D

Was man sieht: Der Schlot der Kehrichtsverbrennungsanlage raucht, Züge fahren vorbei, Autos brennen, eine Nachbarin holt die Post vom Briefkasten. Es regnet, es schneit, die Sonne und Gewitterwolken veranstalten ein Drama am Himmel. Thomas Imbach filmte während fünfzehn Jahren den Blick aus seinem Atelierfenster. Was man hört: Stimmen auf einem Telefonbeantworter. Die Kurznachrichten verweben sich zu einer Lebensgeschichte: Der Vater stirbt, ein Kind wird geboren und wächst heran. Eine Beziehung geht in die Brüche und findet eine neue Form, andere Liebschaften lassen sich erahnen. Frauen kündigen ihren Besuch an, Zahlungen werden eingefordert.
Thomas Imbachs Werk gehört zum Mutigsten und Überraschendsten, das der Schweizer Film in den letzten Jahren hervorgebracht hat. «Das Banale und Alltägliche wird nachträglich historisch. Gleichzeitig lebt DAY IS DONE von der Poesie einzelner Augenblicke, von Stimmungen, die man nur schwer in Worte fassen könnte. Imbachs unverkennbare Filmhandschrift trägt dazu bei – er setzt Zeitraffer und Zeitlupe ein, verarbeitet und verfremdet Toneffekte und schneidet immer wieder abrupt.» (Marcy Goldberg)

• Im Anschluss an die Vorstellung vom Montag, 27. 8., Gespräch mit dem Regisseur Thomas Imbach

 


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