Mulholland Dr.
David Lynch, USA/Frankreich 2001; 145' E/df
Mit Naomi Watts, Laura Harring, Ann Miller, Dan Hedaya, Justin Theroux, Brent Briscoe, Robert Forster, Katharine Towne, Lee Grant, Scott Coffey
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Ein Autounfall raubt einer jungen dunkelhaarigen Frau (Laura Elena Harring) das Gedächtnis, rettet ihr aber gleichzeitig das Leben. Derweil landet die blonde Betty (Naomi Watts) auf dem Flughafen Los Angeles in unbeschwerter Vorfreude auf eine zukünftige Schauspielkarriere. Die Begegnung der beiden ungleichen Frauen löst vorerst eine romantische Liebesgeschichte und einen Krimi im Stile eines Neonoirs aus. Doch mit der gemeinsamen Suche nach Ritas verlorenen Vergangenheit, die auch zur Leiche der drogensüchtigen Diane führt, hat das lynchsche Verwirrspiel mit immer wieder neuen Erzählsträngen bereits begonnen: Da lauern einem psychisch Angeschlagenen böse Geister auf, wird einem Regisseur nicht nur eine neue Hauptdarstellerin aufgezwungen, er gerät auch zunehmend in die Mangel undurchsichtiger Gestalten, und da taucht ein altes Paar plötzlich als Miniaturfiguren wieder auf.
Lynch spielt in seinem letzten mysteriösen Thriller mit Erwartungen und entwickelt über seine hypnotischen Erzählkreisel eine vibrierende Spannung. Findet in LOST HIGHWAY eine Art Persönlichkeitsspaltung einer einzigen Hauptfigur statt, erfahren in «Mulholland Dr.» gleich verschiedene Figuren eine Spiegelung – oder befinden wir uns ganz einfach in der komplexen Psyche von Betty?
Trailer OV