Cry-Baby
John Waters, USA 1990; 85' E/df
Mit Johnny Depp, Amy Locane, Susan Tyrrell, Iggy Pop, Ricki Lake, Traci Lords, Stephen Mailer, Patricia Hearst, Joe Dallesandro, Willem Dafoe
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Baltimore, 1954: Die unbescholtene Allison (Amy Locane) ist hin- und hergerissen zwischen ihrem gutbürgerlichen Elternhaus und den bösen Buben der Jugendcliquen, vor allem dem verschärften Anführer der «Drapes», Wade «Cry-Baby» Walker (Johnny Depp), der sie nur allzu gern auf seinem Motorrad mitnehmen und ihr das Tattoo auf seiner Brust zeigen würde. Seinen Namen gab Wade die Träne, die er seit dem Tod der Eltern immer wieder vergiesst – und mit der er jedes Mädchen erobert. So auch Allison, die eigentlich dem geschniegelten Baldwin versprochen ist und den «Squares» nahesteht. Diese nehmen den Verlust denn auch nicht hin, fackeln Cry-Babys Harley ab und zetteln damit einen Bandenkrieg an, der den verliebten Anführer der «Drapes» hinter Gitter bringt. Im Knast lässt sich Cry-Baby eine Träne unters Auge tätowieren, damit er nie mehr weinen muss. Doch als er vom Richter endlich wieder freigelassen wird, ist Allison zu Baldwin zurückgekehrt. Kann Cry-Baby seine Flamme zurückgewinnen und Baldwin in einem «chicken race» à la James Dean endgültig zur Schnecke machen?
«Cry-Baby» ist ein grelles, dem Stilprinzip der Vergröberung und Überhöhung verpflichtetes Pop-Musical. Mit viel Gusto und Liebe zum Detail zelebriert John Waters seine Persiflage auf beziehungsweise seine Hommage an das spiessige Amerika der Fünfzigerjahre. Freunde des Rockabilly kommen dabei voll auf ihre Kosten, Verehrerinnen von Johnny Depp – der mit umwerfenden Tanz-, Gesangs- und Schmachteinlagen aufwartet – natürlich sowieso. Herrlich abgefahrener Trash mit Kultfiguren wie Patty Hearst, Joe Dallesandro oder Willem Dafoe in Nebenrollen.
Trailer