The Harder They Come
Perry Henzell, Jamaika 1972; 103' OV/ed
Mit Jimmy Cliff, Janet Bartley, Carl Bradshaw, Ras Daniel Hartman, Basil Keane, Bobby Charlton, Winston Stona, Lucia White, Elijah Chambers, Prince Buster
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Weil er wie viele andere von Geld und Ruhm träumt, reist Ivan (Jimmy Cliff) als praktisch mittelloser junger Mann vom Land in die jamaikanische Hauptstadt Kingston – und wird als Erstes von einem vermeintlich hilfsbereiten Typ gelinkt. Ivan ist nicht wirklich arbeitsscheu und hat Ideen, trotzdem findet er keinen Job. Schliesslich treibt ihn der Hunger in die Obhut eines Priesters, bei dem er als Handlanger anheuern kann. Schon bald stellt sich heraus, dass die Musik nicht sein einziges Talent ist, denn aus Schrott baut er sich ein schnittiges Fahrrad, mit dem er die schöne Elsa ausführt. Doch seine wahre Leidenschaft ist der Reggae und sein Ziel eine Plattenaufnahme. Als er, nicht zuletzt dank Elsas Hilfe, tatsächlich seine erste Single aufnehmen kann, landet er einen Achtungserfolg, der ihm finanziell aber kaum etwas einbringt. Um überleben zu können, lässt er sich auf den Ganja-Schmuggel ein – und schiesst eines Tages einen Polizisten vom Motorrad. Damit beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen: Ivan wird jetzt von Polizei und Drogenmafia gesucht, bringt, als er in einen Hinterhalt gerät, drei Beamte um und steigt als Rächer der Armen und Unterdrückten zum Volkshelden auf. Gleichzeitig erklimmt seine Single die Charts; Ivan wird zum Star – und zum meistgesuchten Mann Jamaikas. Als aber die Haupteinnahmequelle der einfachen Leute versiegt, weil die Polizei flächendeckend Drogen beschlagnahmt, wendet sich auch die Bevölkerung gegen ihn. Da nützt es nichts mehr, wenn sich Ivan in Gangsterpose ablichten lässt. Er wird verraten und gejagt wie ein Tier. Auf einer paradiesischen Insel kommt es schliesslich zum Showdown …
«You Can Get It If You Really Want» lautet Ivans Lebensphilosophie, und so heisst auch der berühmteste Song aus «The Harder They Come» (neben «Many Rivers to Cross» und «Johnny Too Bad»). Kein Wunder, landete Perry Henzell mit seinem Musikfilm einen Welterfolg. Ein in jeder Beziehung gelungener Reggae-Streifen, der dank einfacher und direkter Machart sowie Jimmy Cliffs erfrischender Performance schon bald zum Kultfilm avancierte und bei dem LiebhaberInnen des Reggae noch heute voll auf ihre Kosten kommen. Wir zeigen eine der wenigen überhaupt noch spielbaren Filmkopien, die selbst nach 38 Jahren mit völlig intakten Farben aufwartet – und von uns mit deutschen Untertiteln vorgeführt wird.
Trailer