OPEN AIR: Shake! – Musikfilme zum 30. Geburtstag
Girls! Girls! Girls!
Norman Taurog, USA 1962; 106' E/d
Mit Elvis Presley, Laurel Goodwin, Stella Stevens, Jeremy Slate, Benson Fong, Robert Strauss, Guy Lee, Frank Puglia, Lili Valenty, Beulah Quo
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Elvis in der Rolle des Skippers Ross Carpenter, der mit dem Charterboot seines Arbeitgebers Papa Stavros Angler-Turns auf Marline unternimmt. Ross’ grösste Liebe ist jedoch die Segeljacht «Westwind», die einst seinem Vater gehört hat und sich nun ebenfalls in Stavros’ Besitz befindet. Als der alte Mann aus gesundheitlichen Gründen gezwungen ist, die beiden Schiffe zu verkaufen, verliert Ross seinen Traumjob und muss sich Arbeit suchen. Tagsüber heuert er als Fischer auf einem Thunakutter an, abends singt er im Nachtklub und versucht so, das Geld für die «Westwind» zusammenzubringen. Zwei Frauen sind hinter ihm her: die verruchte Sängerin Robin Gantner (Stella Stevens) und Laurel Dodge (Laurel Goodwin), eine junge Frau aus gutem Haus, die ihre reiche Herkunft verschweigt. Ross’ Herz schlägt mehr für Letztere, die ihm eines Tages das geliebte Segelschiff kauft – doch Ross verzichtet auf das Geschenk. Und siehe da: Ohne die belastende Jacht können die beiden endlich glücklich werden …
«Singing, fishing, hunting» ist das Motto dieser herrlich schmalzigen Liebesromanze, die ein bisher unbekanntes Detail an den Tag bringt: Elvis kann Hawaiianisch! Der Film kommt mit einer rudimentären Handlung aus, die von einem Song jeweils ohne grosse Umschweife zur nächsten Gesangseinlage führt – ganz ähnlich wie im Sexfilm, wo es auch nur darum geht, möglichst rasch zur Sache zu kommen. Und – Hand aufs Herz – irgendwie ist ja jeder Elvis-Streifen eine ziemlich verschärfte Angelegenheit. «Girls! Girls! Girls!» lebt vor allem von der Leinwandpräsenz des King of Rock ’n’ Roll, der hier einige seiner ganz grossen Hits zum Besten gibt («Return to Sender», «Never Let Me Go» oder etwa «Girls! Girls! Girls!»). Ein perfekter Sommerfilm, der mit seinen wunderbar satten Technicolor-Bildern Lust aufs Meer macht. Die Archivperle wird mit eigens angefertigten deutschen Untertiteln vorgeführt.

Trailer
Sa 07. 08. > 21. 15