Dracula (aka Bram Stoker’s Dracula)
Francis Ford Coppola, USA 1992; 128' E/df
Mit Gary Oldman, Winona Ryder, Anthony Hopkins, Keanu Reeves, Bill Campbell, Richard E. Grant, Tom Waits, Monica Bellucci, Jay Robinson
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• Second-Unit-Regisseur und visuelle Effekte: Roman Coppola; Dirigent: Anton Coppola
Der englische Anwalt Jonathan Harker (Keanu Reeves) reist 1897 nach Transsylvanien, um Immobiliengeschäfte mit dem geheimnisvollen Grafen Dracula (Gary Oldman) abzuschliessen. Als dieser ein Bild von Harkers Verlobten Mina (Winona Ryder) zu Gesicht bekommt, glaubt er in ihr seine geliebte Frau wiederzuerkennen, die vor Hunderten von Jahren Selbstmord verübt hat. In der Folge fährt Dracula nach London, umwirbt Mina, die bald Gefühle für ihn entwickelt, und vergeht sich an deren Freundin Lucy. Als Dr. Van Helsing (Anthony Hopkins) klar wird, dass Lucy von einem Vampir gebissen wurde, macht er sich zusammen mit seinen Gefährten auf die Jagd nach Dracula. In Transsylvanien kommt es schliesslich zum grossen Showdown …
Francis Ford Coppolas Verfilmung von Bram Stokers klassischer Gothic Novel wird zwar als bislang getreuste Umsetzung der Vorlage gelobt, nimmt sich aber dennoch einige Freiheiten heraus. Anders als bei Stoker wird «Dracula» bei Coppola zu einer Liebesgeschichte zwischen Mina und dem zu ewigem Leben verdammten Vampir, an deren Ende der Graf erlöst wird. Weitaus interessanter als die teilweise etwas schwülstige Handlung ist aber ohnehin die opulente visuelle Umsetzung: Coppola hat keinen typischen Horrorfilm gedreht, sondern ein barockes, fast schon opernhaftes Drama. Sein Dracula ist nicht zuletzt einer der letzten Höhepunkt nicht digitaler Effekte: Das filmische Feuerwerk, das der Regisseur abbrennt, die raffinierten Überblendungen und Trickaufnahmen wurden fast ausschliesslich mit herkömmlichen Mitteln in oder vor der Kamera und ohne den Einsatz von Computern oder Blue Screen erzeugt.
Trailer