One from the Heart
Francis Ford Coppola, USA 1981/82; 107' E/df
Mit Frederic Forrest, Teri Garr, Raul Julia, Nastassja Kinski, Lainie Kazan, Harry Dean Stanton, Italia Coppola, Carmine Coppola, Rebecca De Mornay, Tom Waits
--------------------------------------------------------------------------------------------
• Spezialassistent des Regisseurs: Gian-Carlo Coppola
Hank (Frederic Forrest) und Frannie (Teri Garr), ein Ehepaar mittleren Alters, haben sich auseinandergelebt. Als es am 4. Juli, dem amerikanischen Nationalfeiertag, wieder einmal zu einem Streit um Hauskauf und Urlaub kommt, scheint ihre Beziehung definitiv am Ende. In der Folge erleben beide mit jeweils einem anderen Partner eine romantische Liebesnacht, finden schliesslich aber wieder zueinander …
Ende der Siebzigerjahre drehte Francis Ford Coppola mit «Apocalypse Now» seinen aufwendigsten Film; die Dreharbeiten auf den Philippinen gerieten völlig aus dem Ruder, das Budget wurde massiv überschritten. Doch wider Erwarten war der Antikriegsfilm finanziell äusserst erfolgreich, und Coppola konnte endlich einen lange gehegten Traum verwirklichen: Er gründete die American Zoetrope Studios, eine Filmproduktionsfirma für Regisseure, denen Kunst wichtiger sein sollte als kommerzielle Interessen. Im Falle von «One from the Heart» bedeutete «künstlerisch» für Coppola den totalen Triumph der Form über den Inhalt. Die erste Zoetrope-Produktion ist ein hochgradig artifizieller Film, der komplett im Studio entstanden ist. Ein überbordendes visuelles Spektakel, bei dem alles zum Einsatz kommt, was die Tricktechnik damals zu bieten hatte und was stellenweise aussieht wie die Film gewordene Essenz der Achtzigerjahre. Was «Apocalypse Now» nicht gelang, schaffte dieses «kleine Musical» über amerikanische Glücksvorstellungen – es ruinierte Coppola. Nachdem das Budget von zwei auf über 26 Millionen angestiegen war und der Film kaum ZuschauerInnen in die Kinos lockte, war Coppola pleite und der schöne Traum vom eigenen Filmstudio vorerst ausgeträumt. Daran vermochte auch die grossartige Originalmusik von Tom Waits nichts zu ändern.
Trailer